Workflow 2.0 - Ich gebrauche Ideen und Tipps!

  • Heyho zusammen!


    Long time no see! Mein letzter Beitrag ist schon etwas her. :schein: Genauso stiefmütterlich wie dieses Forum wurde auch Imabas behandelt. Zwar habe ich mir das Changelog durchgeschaut, aber nie Neuerungen nicht wirklich in meinen Workflow eingebaut oder mich damit auseinandergesetzt. Sorry Kai.:e030: Ich hoffe, Ihr nehmt mich trotzdem wieder auf... :schein:


    Nun bin ich gezwungen, meinen Workflow umzubauen. Wen die Gründe interessieren, findet ganz am Ende was dazu. Außerdem habe ich mir vorgenommen, meine Riesenlücken bei Imabas mit Wissen aufzufüllen und habe mir zum Ausprobieren und Experimentieren eine virtuelle Maschine zurechtgelegt.

    Noch eine Bitte: Schlagt mich gleich bitte nicht, wenn das Wort "Lightroom" oder das Kürzel "Lr" auftaucht. Lr hat sich in den letzten Jahren zu einem guten Bearbeitungswerkzeug entwickelt. Für die Bildverwaltung kommt es jedoch für mich nicht in Betracht.



    Derzeitiger Workflow Bildbearbeitung
    Kopie des Bildes > Capture NX2 > Photoshop > JPEG


    Das heißt, dass ich neben der Original-Datei noch eine bearbeitete Kopie selbiger habe. Außerdem habe ich dann oft, aber nicht immer, eine PSD-Datei und ein oder mehrere JPEGs.



    Zukünftiger Workflow Bildbearbeitung
    Original-Bilder > Lightroom > eventuell noch Photoshop (aber immer seltener)


    Mit Lr arbeite ich projektbezogen (z. B. ein Katalog "Hochzeit der Ex-Freundin" und ein eigener Katalog "Anni im Blütenmeer").


    In der Regel werde ich also keine neuen Dateien für die Bilder anlegen sondern habe eventuell ab und an mal eine PSD-Datei. Ob ich noch JPEGs der bearbeiteten Bilder anlege? :a015: Da bin ich unentschlossen.



    Derzeitiger Workflow Imabas
    An meinem Workflow hat sich seit 2007 eigentlich nicht viel geändert. Ich lege pro Event ("Hochzeit der Ex-Freundin") einen Ordner auf Platte an. Den importiere ich dann als Volumen. Filme verwende ich nicht mehr.
    Die bearbeiteten Bilder habe ich dann als eigenständiges Derivat angelegt und dem RAW-Bild untergeordnet. Das eigentliche Ärgernis, dass man immer auf die unbearbeiteten Bilder blickt, habe ich in Kauf genommen. Und ja, Imabas ist für mich eine 'Negativ'-Verwaltung. Ich verwalte zu über 90 % RAW-Dateien.



    Wünsche, Vorstellungen, Hoffnungen für den neuen Workflow Imabas


    1. RAW-Darstellung in Imabas:
    Zunächst habe ich noch immer das Problem, dass Imabas die RAWs falsch interpretiert. Siehe das angehängte, unbearbeitete Bild vom damaligen BMG Bahr bei offiziellem Anlass. CNX2 macht das natürlich besser, aber auch Lr. Gibt es da irgendwas, was ich tun kann?


    2. Bildimport:
    Unklar ist mir, ob es eine bessere Idee für den Bildimport gibt. Meine Kamera ist leider ein Pixelmonster - typische RAWs sind ca. 45 MB gross. Da man solche Bilder überhaupt nicht rausgegeben kann, fotografiere ich parallel JPEGs mit. Bei der "kleinen" Einstellung sind die JPEGs aus der Kamera sind die Bilder noch immer 5MB groß. Aber diese JPEGs sind dann "nur" 3680x2456. Würde man die Bilder importieren, würde das Pixelmaß in der Datenbank nicht stimmen. Mache ich in der Kamera "große" JPEGs (7360x4912) mit, ist ein JPEG ca. 14 MB groß. Dann würde wieder das Pixelmaß passen. Dennoch bliebe die Dateigröße falsch. Aber danach habe ich noch nicht wirklich gesucht. Wie wichtig ist Euch das?


    Wenn ich jetzt also den Import durch JPEGs verbessert hätte - was mache ich mit den RAWs? (Nein, löschen ist keine Option! :a045:) Gibt es eine Automatik die ich noch nicht kenne, die die RAWs gut nachzieht?


    3. Derivate:
    Nebenbei mache ich gerade einen Job, den ich seit 2012 vor mir her schob. Ich habe alle Bilder einer Hochzeit im RAW bearbeitetet. Meinem alten Workflow folgend importiere ich zu jedem einzelnen Bild ein Derivat. :shock: Das ist extrem nervig und lässt sich nur mit technischer Hilfe (programmierte Tasten auf dem Grafiktablett) halbwegs ertragen. Bei jedem RAW-Import eines Bildes als Derivat erscheint in der Titelleiste "Keine Rückmeldung" (aber es läuft weiter) und dauert halt. Was mache ich also sinnvollerweise mit den bearbeiteten Bildern??


    4. Lightroom-Katalog
    Aufgrund des Darstellungsproblems mit den RAWs (siehe 1) ist Imabas für mich leider nicht wirklich zum Bilder-Sichten geeignet. Auch ist es beim Laden der RAWs langsam. Möglicherweise ändert sich das mit der Umstellung auf einen moderneren Workflow. :-)


    Es wäre natürlich toll, wenn Imabas die Sortierungen von der Lr-SQL-DB irgendwie übernehmen könnte. :schein: Da ich mit den Lr-Katalogen projektbezogen arbeite (z. B. ein Katalog "Hochzeit der Ex-Freundin" und ein eigener Katalog "Anni im Blütenmeer") habe ich bei Lr keine Katalogmonster.


    Weil ich noch keine bessere Idee hatte, habe ich die Dateierweiterung ".lrcat" bei Imabas eingepflegt. Gibt es da bessere Ideen? Mitsichern muss ich den ja, weil da die Bearbeitungen enthalten sind.



    Gründe für Workflow-Änderung (nur für Interessierte)
    Seit ich eine DSLR habe, habe ich auf den RAW-Konverter des Kameraherstellers gesetzt. Der Gedanke war, dass sich damit die Bilder meiner Kamera(s) immer werden öffnen lassen. Inzwischen wurde allerdings die Entwicklerfirma der Software von Google geschluckt und die Zukunft des RAW-Konverters war fraglich. Inzwischen sind die Folgen klar und der GAU ist eingetreten: Nikon lässt den RAW-Konverter fallen und der Nachfolger wird nach derzeitigem Stand mit den bearbeiteten RAWs nichts mehr anfangen können. Außerdem werden im neuen RAW-Konverter Sidecar-Dateien eingesetzt. Die mochte ich noch nie.
    :evil:


    Ich danke Euch schon jetzt für's Lesen und für viele gute Tipps und Ideen. In der virtuellen Maschine probiere ich alle aus um mir ein Bild zu machen. :-)


    Frohe Ostern!

  • Eine potentielle Lösung für mein Importproblem (siehe oben 1 und 2) wäre eine "Importeinstellung", natürlich nur als Option:


    Wenn im Importordner RAW und JPG, dann importiere die JPGs. Danach lösche die JPGs und korrigiere die Dateisuffixe in der Datentabelle auf RAW.


    :-)


    Sowas hatte man schon mal 2007 gelöst, damals allerdings für Filme. Die gibt es bei mir nicht mehr.


    Der Import wäre deutlich schneller, die Vorschauen (aus den JPGs) deutlich schöner. Eventuell lässt sich das korrekte Pixelmaß und die Dateigröße noch nachziehen? Vielleicht in einem Rutsch?


    Wäre so etwas machbar? :schein:

  • Noch was, weil es mir gerade aufgefallen ist: Werden bei den untergeordneten Derivaten keine Checksummen mitgepflegt? Auch der Versuch einer Reorganisation brachte keine Besserung.


    Ich probiere ja gerade, einen neuen Workflow zu finden und dachte mein Importproblem (1 und 3, siehe oben) könne ich über untergeordnete Derivate lösen - also JPEG importieren und die RAWs als untergeordnete Derivate zuordnen. Wenn keine Checksummen bei den Derivaten gepflegt werden, wäre das schlecht.

  • Kai hat mich die Tage angerufen und wir sind einige Punkte durchgegangen. Da es sicher für den einen oder anderen auch von Interesse ist, fasse ich hier die neuen Erkenntnisse mal zusammen.


    Bildimport:
    Problem: Wenn ich RAWs importiere, dauert es lang und die Vorschauen sehen zu dunkel aus.
    Lösung: Kai hat 'mal eben' :k020: eine Abfrage gebaut. Ich importiere JPGs, damit sind die Vorschauen schön und der Import geht schnell. Dann gehe ich hin und ändere in der Datenbank das Suffix der Dateien. Da die Vorschauen schon fertig sind, ändern die sich auch nicht.


    Die erste Abfrage ist dafür da, die zu ändernden Daten vorher und nachher betrachten zu können.


    Code
    1. select b.ukey, b.filename, b.mediaformat, b.orgnam, substring(b.filename from 1 for char_length(b.filename)-4)||'.nef' as raw_namefrom bilder b, filme fwhere b.film = f.ukey and f.volume = 'Primärschlüssel des Volumen hier'

    Wichtig ist die Zeile zwei. Die im Beispiel genannte "-4" sorgt dafür, dass nur die letzten vier Stellen geändert werden, also ".jpg". Das Ziel ist in gleicher Zeile: ".nef".


    Die letzte Zeile enthält den Primärschlüssel des Volumens, den man über die Eigenschaften / Info des Volumens herausfindet.


    Jetzt die Magie:


    Code
    1. update bilder
    2. set filename = substring(filename from 1 for char_length(filename)-4)||'.nef',
    3. orgnam = substring(filename from 1 for char_length(filename)-4)||'.nef',
    4. mediaformat = 'nef'
    5. where ukey in (select b.ukey
    6. from bilder b, filme f
    7. where b.film = f.ukey and f.volume = 'Primärschlüssel des Volumen hier'
    8. )

    Beim Ausführen muss die Transaktion natürlich angeschaltet sein, damit auch was passiert. Und wenn Ihr das verwendet, müsst Ihr natürlich auch die Suffixe für Eure Kameras anpassen.


    Ergebnis: Imabas zeigt nicht mehr auf die JPGs (die ich dann aus dem Ordner lösche) sondern auf die RAWs.


    Im Nachgang bietet sich eine Reorgination des Volumen an: EXIFs, Dateigrößen, Hashes und Abmessungen sollten neu eingelesen werden.


    Dann passt alles und sieht gut aus.:smile2:



    :anbeten:
    @ Kai:
    Sowas als fest integrierte Option (ohne Löschen der JPGs) beim Import wäre richtig super. Unsere Dateien werden immer größer. ich hatte damals schon mal die Zeitersparnis vorgerechnet - und da hatte ich eine 6MPix-Kamera...
    :anbeten:

  • Derivate:
    Bei untergeordneten Derivaten werden keine Checksummen erstellt. Daher scheiden die für mich aus.


    So bleibe ich nun bei eigenständigen Derivaten, passe aber meinen Workflow an. Denn Import / Derivate suchen funktionierte bei mir nie. Bearbeitete Bilder bekamen hinter den eigentlichen Namen immer etwas wie "_edit", "_bearbeitet" etc. Das werde ich in Zukunft vermeiden.


    @ Kai:
    Die Derivatssuche hat einen kleinen 'Fehler'. Wenn das Bild "Kai.nef" in der Datenbank heißt (siehe oben) aber auf der Festplatte "Kai.NEF" oder "kai.nef", will Imabas das als Derivat importieren. Ist es bei der Suche nach Derivaten nicht sinnvoll, die Groß- und Kleinschreibung abzustellen?


    Beim Dialog Import / Derivate suchen mussman immer wieder zum Volumen klicken. Ich werde in Zukunft die bearbeiteten Bilderin einem Unterordner des Ordner mit den Originalbildern speichern. Kann man als Startpunkt für Derivate suchen nicht das Volumen voreinstellen, in dem man gerade ist?